Interview mit Chefkoch Udo Lüdersen von der Stiftung LebensART Bärau.


Udo Lüdersen und die Stiftung LebensART Bärau

 

Wie lange sind Sie bereits Koch?

Wie ist ihr Werdegang?

1979 habe ich meine Lehre angefangen und bin seither non-stop meinem Beruf treu geblieben. 1983 kam ich als Deutscher in die Schweiz und fing in Zürich und Basel an zu arbeiten. Danach verlagerte ich mich ins Berngebiet. Ich habe über 10 Jahre Erfahrung in der Gastronomie- und Spitalbranche und habe viele Weiterbildungen gemacht.

 


Wie ist ihr Betrieb aufgestellt?

Die Stiftung besteht aus mehreren Betrieben. Der Hauptsitz ist in Langnau. Die Stiftung LebensART hat sich seit jeher dafür eingesetzt, Menschen mit Beeinträchtigungen durch angepasste Arbeits- und Beschäftigungsplätze in die verschiedensten Produktions- und Dienstleistungsbereiche zu integrieren. Ebenso hat sich die Stiftung als ausgewiesener Ausbildungsbetrieb in zahlreichen Berufen einen Namen gemacht. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ca. zwischen 18 – 100 Jahren, mit vorwiegend psychischen, sozialen und/oder leicht kognitiven Beeinträchtigungen (für psychisch, geistig oder sozial beeinträchtigte Menschen, für Betagte und auch Menschen mit Demenz). LebensART Bärau setzt sich aus folgenden Betrieben unter anderem zusammen aus: Altersheim, Behindertenheim, Gastronomie, Landwirtschaft, Gärtnerei, kreative Werkstätte (IV).

               

Wie viele Angestellte haben Sie?

Wir haben ca. 380 Bewohner. Für diese sind ca. 400 Angestellte da.

 

Wie sieht Ihre Preispolitik aus (Preissensitivität Kundschaft)?

Die Preispolitik wird vom Markt gesteuert.

 

Wie sieht Ihre Hauptkundschaft aus?

Dies sind Angehörige und Externe (z.B. Geschäftskunden, Taufen, Hochzeiten etc.).

 

Was zeichnet Ihren Betrieb gegenüber Mitbewerbern aus?

Wir bieten eine grosse Flexibilität und eigene Produktionen (Bäckerei, Molkerei, Gastroküche etc.).

 

Welche Gerichte würden sie gerne selber zubereiten, wenn sie eine andere Küche wählen könnten?

Ich würde gerne den goldenen Mittelweg finden (modern aber auch klassisch). Die modernere Küche (z.B Frühlingsrollen) sind nicht sehr gewünscht vor allem bei den älteren Bewohnern. Die gut bürgerliche Küche wird von mir persönlich sehr geschätzt (z.B Braten etc.).

 

Welche Lebensmittel werden am meisten bestellt?

Fleisch, Gemüse und Kartoffeln (Fisch gibt es nur alle 2 Wochen).

 

Ist Ihr Betrieb saisonabhängig?

Nein, es ist ein Ganzjahresbetrieb.

 

Gibt es Rezepte, die Sie für ihre Gäste kochen, die schon ihre Mutter oder Grossmutter gekocht haben, so quasi ein Geheimrezept der Familie? Was ist ihr Spezialitäten-Gericht?

Eigentlich nicht, ich muss mich ziemlich stark an die Bedürfnisse der Bewohner anpassen.

 

Wenn Sie sich als ein Gericht beschreiben müssten, wie würde dies heissen?

Kümmelspeck – Speck einmal andres zubereitet.

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich bin verheiratet, habe 2 Söhne und wohne in Oppligen. Meine Hobbies sind Reisen und ich verfüge über Liegenschaften mit viel Umschwung, was einiges an Arbeit abverlangt.